Fußabdruck

Düsseldorf. Ich war 10 Tage in der rheinischen Landeshauptstadt und es fühlte sich an wie mein zweites (oder vielleicht drittes?) Zuhause. Mir wurde wieder bewußt, wie lange ich in dieser Stadt lebte und wie viel dort passiert ist. Mein Freund Norbert meinte, dass ich ja auch mindestens 3 lebensveränderte Phasen dort durchgemacht hätte, die mein weiteres Leben sehr geprägt hätten. Ich hab leider vergessen ihn zu fragen, was er denn so genau mit diesen Phasen gemeint hat …

Fahre ich mit der S-Bahn in die Kronprinzenstrasse, weiß ich, dass die 708 dorthin fährt. Die 704 oder die 709 sind auch ganz passable Alternativen um die Kronprinzen-WG zu erreichen. Ob ich nun mit der Bahn fahre oder zu Fuß durch Düsseldorf schlendere, alles erinnert mich an die Vergangenheit. Manchmal glaube ich an jeder Ecke einen Fußabdruck von mir zu entdecken. Fußabdrücke von ganz unterschiedlicher Tiefe, Stärke und Wichtigkeit, die so viele Geschichten, Eindrücke, Erlebnisse und vor allem Gefühle ‘vertreten’. Ein Trip in die Vergangenheit und in die Lebensgeschichten meiner Freunde. Der Lebensmittelpunkt von den meisten dreht sich nun um ihren Nachwuchs oder wie in Nicolas Fall um ein wunderschönes, feinfühliges Pferd namens Ally. Es ist eindrücklich all die kleinen neuen Wesen und auch Ally kennenzulernen und um die Frage: “Wie sieht es denn bei Dir aus?” Kommt man schlichtweg nicht mehr drumrum, es gehört einfach ins Frageprotokoll. Das empfinde ich keineswegs als nervend, es regt eher zum Reflektieren an und spiegelt den Zeitgeist wieder. Continue reading

Advertisements

Winterliche Türklinken

Endlich Winter auf der Alb. Ich hab ihn ehrlich vermisst.

Burg Teck im Schnee

Den Schnee, die Kälte, das Geknirsche unter den Füßen, das Einmummen in winterliche Kleidung, in Mantel, Schal, Mütze, Handschuhe, klobige Stiefel und natürlich den Schnee auf der Haut und im Mund.

Als Kind stopfte ich mir gerne Schnee in den Mund und experimentierte mit der Kälte, testete wie lange ich es aushielt draußen zu bleiben, bevor meine Zehen und Finger ganz taub wurden. Einmal blieb mir sogar die Zunge an der Haustürklinke kleben und mein Vater mußte mich mit warmem Wasser befreien. Jetzt muss ich darüber lachen, damals war es mir ziemlich peinlich. Es war schon blöd an der Klinke zu hängen und nur mit den Armen rudernd jemandem klar zu machen, dass man sich nicht bewegen kann und dringend Hilfe braucht.

Türklinke

(Bild von Webyourdesign)

Dies ist natürlich nicht die Türklinke and der ich als Kind kleben blieb. Diese hier stammt aus Quedlinburg. Ist sie nicht umwerfend!?