Rikscha Konfrontation

Es ist Freitagabend, ich bin alleine, trinke Bundaberg Gingerbeer und muss an meine Zeit in Indien denken.

Die intensiven und farbenfrohen Bilder und Gedanken an Indien tun gut. Das Reisen in Indien tat mir gut. Auch das Krank sein war lehrreich. Ich habe viele Dinge gelernt, die ich wohl nirgendwo anders erfahren hätte.
Ausserdem fiel mir ein, dass ich am Ende meiner Indienreise mehrere Tage an zwei Artikeln gearbeitet habe, sie aber nie veröffentlichte, weil sie sich nicht richtig rund und fertig anfühlten.

Einen davon habe ich heute Abend noch einmal bearbeitet. Hier ist er:

(Foto by Julie Mayfeng – www.mayfeng.com)
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Christmas bliss!

Ok … christmas. How was it? I tell you about mine and would love to hear your stories too!

I spent christmas in Delhi where I arrived on the 25th in the morning. My train arrived on schedule which was a little miracle as it is fog season and therefore trains are never on time. Well, except the one I took. Despite the ice cold night I felt much better in the morning. I also had a good night sleep in my sleeper train No 22 (upper bed). As usual I get off the train and look for a little place to drink a chai. After I land somewhere it is always much more relaxing to sit and sip tea instead of heading immediately to a guesthouse or hotel and get ripped of by the swarm of rikscha drivers. The place I entered this time made the best Paratha I had eaten so far in india. Continue reading

zugeschlagen!

Gestern Nacht hat es mich wieder erwischt. Die Amoebe Nr. 2 hat zugeschlagen. Zusammen mit meiner Erkaeltung war es mir nicht nur uebel, ich wurde von Schuettelfrost durchgewirbelt und fieberte auch ein wenig vor mich hin. Nachdem ich mich nicht mehr gegen das Uebergeben gewehrt hab, ging es bergauf und die Alptraumnacht klang langsam aus. Ich koennte mich selbst ohrfeigen, denn ich weiss ganz genau, wo ich mir diesen Virus eingefangen habe. Ich frage mich, wieso es mir manchmal so schwer faellt auf meine Intuition zu hoeren! Continue reading

One day in Varanasi

I am sick again, caught a quite exhausting cold, but I am still out there in Varanasis’ angular ancient streets! I love to walk around, with open eyes and a curious mind. There is always something to discover, something that is new or fascinating (not always nice!) and makes it worth to stop and get closer. Also the kites in the air are so nice. Today as finally the sun came out I got up the rooftop of my little hotel and saw so many boys AND men with their kites on the rooftops. They were happy and all kites seemed to fly together!


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zu!

Ich mag keine Touristen, die sich abwertend den Indern gegenueber verhalten und ich mag auch keine Inder, die dasselbe Verhalten gegenueber Touristen zeigen. Vor mir sitzen 3 englisch sprechende Weisse, die sich ueber indische Fruehstueckskombinationen laecherlich machen. Ich meine, ich kann es verstehen, wenn man nach wochenlangem Reisen in Indien ein Ventil braucht um den Reisefrust loszuwerden. Aber ich finde es traurig, wenn man das Ventil an den Einheimischen explodieren laesst, astatt sich vielleicht einfach mal zurueckzuziehen. Mit “zurueckziehen” meine ich fuer einen oder zwei Tage laenger an einem Ort zu verweilen, was in Anbetracht der speed-traveller-Mentalitaet meist schon das hoechste der Gefuehle ist.

Warum faellt es uns Menschen so schwer verantwortlich mit unseren Urteilen umzugehen und weshalb scheint es immer erst die anderen zu treffen bis wir bereit dafuer sind zu verstehen?

Ich bin seit vorgestern Abend in Varanasi. Das herausragende Ereignis meiner langen Zugreise von Udaipur nach Varanasi war wohl mein Stop in Agra. Das Taj Mahal war mein Ziel. Aber es hatte ZU! – es war Freitag! Als ich diesen Fakt erfahren habe, stand ich erstmal da und wusste nicht, ob ich laut schreien oder lachen soll. Ich entschied mich fuers Lachen und sah statt der grossen illusorischen Gruft eben einige andere Sehenswuerdigkeiten der Umgebung unter anderem das sogenannte “Baby Taj”. Raj, ausgesprochen Raaatttsschh fuhr mich mit seiner fast auseinander fallenden Rikscha durch die Gegend, gab mir unverstaendliche und  unmmissverstaendliche Weisheiten mit auf den Weg und kaute ununterbrochen Paan, den er rhythmisch vor,  hinter und neben sich ausspuckte. In Gebieten, wo es den Betelpfeffer (Blaetter einer Kletterpflanze) nicht gibt, kaufen sich die Inder kleine Paeckchen mit kieselsteinartigen Brocken, schuetten sich den Inhalt in den Mund, kauen darauf herum und spucken ihn dann aus. Deshalb gibt es auf den Strassen ueberall kleine rote Pfuetzen. Ziemlich ecklig by the way. Hier in Varanasi gibt es dies Pflanze und

Wikipedia sagt :

Neben der ayurvedischen medizinischen Verwendung der Pflanze werden die Blätter des Betelpfeffers in Indien und Teilen Südostasiens als Munderfrischer gekaut. Zu den wirksamen Substanzen des in den Blättern enthaltenen ätherischen Betelöls gehören Eugenol und Eukalyptol sowie Terpentine. Dazu werden Betelblätter wird gelöschter Kalk (Calciumhydroxid) und geriebene Betelnuss (Arekanuss) –  zu einer Paste verarbeitet – sowie eine Gewürzmischung (pan masala) bestehend aus Kardamom, Anis, Pfefferminze, Kokos und anderen gewickelt und mit einem Zahnstocher oder einer Nelke zusammengehalten. Es gibt auch Zubereitungen zusätzlich mit Tabakpulver und Koriandersamen.

Betelblätter werden als stimulierendes Mittel und Antiseptikum verwendet. In der ayurvedischen Medizin wird ihnen aphrodisische Wirkung nachgesagt. In verschiedenen südostasiatischen Ländern findet Betelpfeffer als Heilmittel gegen Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Arthritis und Gelenkschmerzen aber auch als Antibiotikum oder bei Verdauungsschwierigkeiten Verwendung.

Betelblaetter

hier das Resultat – meist sind die Zaehne blutrot bis knallrot.

Ich denke mein Rikschafahrer nutzte Paan hauptsaechlich wegen der aphrodisiernden Wirkung und ich glaube es tut ihm ganz gut etwas mehr Farbenin seinem Leben zu sehen, als nur dem permanenten Gehupe und den Auspuffgasen ausgesetzt zu sein.

Mein Zug nach Varanasi hatte ueber 6 Stunden Verspaetung und gluecklicherweise traf ich Undine und Xaver, die den langen ride kurzweiliger machten. Die beiden erfuhren ihre erste Zugreise am eigenen Leibe und werden sicherlich fuer ihre naechste ein paar Decken auf dem Bazar kaufen. Ich mag die beiden sehr gerne. Xaver redet viel und lange und gibt alle moeglichen Informationen und Geschichten zum Besten. Aber er kann auch zuhoeren und ist interessiert und dementsprechend sind die Konversationen echt anregend. Undine und ich mussten uns manchmal mit den Augen unterhalten, wenn Zaver mal wieder eine bereits erzaehlte Geschichte noch einmal zum Besten gibt.

Udaipur power!

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I had a muesli in a german bakery, a coffee in another guesthouse and I just came from my visit to the city palace. I did not enter the palace I rather prefered to observe the entrance with all the guides trying to talk trourists into a tour. Of course they are all “official” tourguides. They don ‘t guide indian tourists through the palace as they don ‘ t want to be treated like servants. One of the guys told me, while we were drinking chai that they all have a big Ego problem, so they wait for whities to get their money. But business is slow and everybody is working in more than just one job. I learn more and more about indian culture. I like that but it is also exhausting as indians like to talk without a break! I also gave in to foreign coffee places. It is impossible to get a good coffee in a local restaurant so I need to support the german bakery in Udaipur. By the way, the cake there is also delicious.
Udaipur is in comparison to Jodhpur a calm and lovely city surrounded by lakes and beautifully lit in the night. It almost looks romantic as you cannot see the staggering garbage in the water in the darkness. Again I found a great guesthouse, I almost have the feeling of sharing their daily familiy life. Vivek is a young man and he strives to make all his guests happy, though sometimes he is TOO much and I have to escape from sitting in their living room. Yesterday night I accidentially found myself eating with them and a couple from poland. It was really funny especially because more than half of the crew could not speak english and the TV volume was even louder than the voice ot the polish man! Continue reading

Der Wuestenkaefig

Ich war ja auf einer “Kamel-Safarie” vor einigen Tagen. Aber man koennte auch sagen, dass ich in einer kleinen Ansammlung von weissen luxerioesen Zelten, umgeben von Windmuehlen und Hochspannungsleitungen einen kurzen Spaziergangsausritt auf einem Kamel gemacht habe. Wueste ist auf jeden Fall etwas anderes. Ich kam mir wie in einem goldenen Kaefig fuer Touristen vor. Das gesamte Gelaende war naemlich mit Stachelzaun eingezaeunt. Das, was ich mir erhofft hatte, naemlich eine verlassene Wueste und basic living in einem normalen Zelt unter dem Sternenhimmel  habe ich nicht erlebt. Dafuer konnte ich es geniessen abseits des lauten Jodhpurs ein wenig frische Luft zu schnappen und mich verwoehnen lassen. Der Service war naemlich unschlagbar. Das Beste war allerdings die unvergessliche und voellig ungeplante voellige Mondfinsternis!!!!

Ich war mit Cha und Richard unterwegs. Beide Wissenschaftler und in Seattle lebend. Sie ist Vietnamesin und er Neuseelaender und dennoch haben sie es beeindruckenderweise geschafft fuer die USA ein Arbeitsvisum zu bekommen und zusammen zu leben. Richard ist der typische Wissenschaftler. Nach ICD 10 Diagnose wuerde er wahrscheinlich unter einer klassischen sozialen Phobie mit latenter Angststoerung leiden. Cha ist hingegen sehr offen und wirklich lustig und humorvoll. Allerdings sind beide nicht sehr von Indien und seinen Anforderungen als Rucksack-Touristen angetan. Sie vertecken sich lieber und freuen sich auf Zuhause. Richard mag natuerlich auch keine Tiere und in Jodhpur ist ihm doch tatsaechlich eine Kuh auf den Fuss getreten! Kaum zu glauben. Cha hat die Geschichte erzaehlt und sich fast dabei kaputt gelacht.

Bevor wir abgereist sind aus unserem paradiesischen Wuestenkaefig habe ich zu Cha gesagt, wie schoen ich es finde, dass die beiden einen Weg gefunden haben zusammen zu bleiben. Sie meinte mit einem Laecheln:” Richard and I are believing in each other.” Es war sehr ruehrend, wie sie das sagte.

 

Amoeben

So, jetzt haben mich die Amoeben oder aehnliche Tierchen auch erwischt und mich fuer 2 Tage ausser Gefecht gesetzt. Meine Guete wars mir schlecht und da konnte ich von Wueste mit Kamel und shooting stars erst einmal Abstand nehmen. Der Gedanke an die Vergaenglichkeit aller Dinge hielt mich ueber Wasser. Heute gehts mir besser, fuehle mich allerdings wie ein weichgekochtes Ei ohne Schale und hoffe mir bald wieder etwas Substanz anzufressen. Continue reading

I am happy

I am very happy being alone these days, feeling dependent only to myself and my moods. I am enjoying talking to children on the streets, my guesthouse family and the traders on the streets. Yesterday I even had a very decent conversation with a young woman with excellent English skills. I met her on a muslim celebration downtown Jodhpur. Continue reading