Where did we loose it?

My little son Sequoia is already 10 weeks old. In these last weeks, I was thinking a lot what to write about now being a mother. Something that wouldn’t be ‘baby talk’ or ‘mother talk’ or ‘sweet talk’ or ‘ info talk’ or ‘complaining talk’ or ‘advice talk’ or ‘happy talk’. I wanted to write about something else. I am still not really sure what that is as so many people talk and write about motherhood, babyhood and parenthood. A whole big industry is making money by educating us about that totally natural event of having a baby.  Sometimes I feel like being in a quick sand of words not knowing when I will get pulled down, swallowed by the word monster. Continue reading

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Zombies an Halloween

Dieses Jahr erlebte ich mein erstes Halloween in den USA.  Was für ein schräger Anlass sich zu verkleiden, Kinder zu erschrecken und Süßigkeiten zu verteilen! Halloween wurde ursprünglich nur im katholischen Irland gefeiert. Von dort kam es mit den zahlreichen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die USA und gehörte zum Brauchtum dieser Volksgruppe. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es bald von den anderen übernommen und entwickelte sich zu einem Volksfest.

Ich wurde von Rajendras Cousine Deborah und ihrem Mann Phil auf ihre Halloween Party eingeladen. Das diesjährige Motto war: “Zombie”. Als wir am Nachmittag ankamen, halfen wir den nett-überschaubaren-typisch-amerikanischen-residential driveway zur “Zombie-location” auszustaffieren. Das Sound System wurde auch in kürzester Zeit perfektioniert, so dass man von innen hinter dem Küchenfenster sitzend, das Geschehen auf dem Innenhof beobachten und wüst verzerrt kommentieren konnte. Das Mikrophon haben wir draußen unter den Süßigkeitenbehälter in dem abgeschlagenen (Plastik) Kopf versteckt. Dann wurden die Rollen verteilt. Es gab Sicherheitspersonal mit Gasmasken und Luftdruckpistolen zum Erschrecken. Ebenso Leichen, die unter weißen Laken auf dem Boden lagen und ab und zu vom Tode auferstanden. Und natürlich ein paar umhergeisternde Zombies. Untermalt wurde alles mit einer Nebelmaschine und natürlich mit gruseliger Musik. Der Plan war folgender: Die Kinder mußten sich durch das Tor, an dem Sicherheitspersonal, den Leichen und den Zombies vorbei trauen und bis zum großen Süßigkeitenbehälter vordringen. Dort durften sie sich dann Süßigkeiten nehmen oder einer der Zombies gab sie ihnen. Aber bevor der Abend anfangen konnte, durften wir uns ja noch Schminken! Phil hat ein großes Sortiment an allem, was man braucht um sich vor sich selbst zu fürchten! Mich haben vor allem sein Narbenmaterial, das Kunstblut und die Gebisse aller Art fasziniert.

Hier seht ihr ein paar Eindrücke unserer “Zombie Crew”. Leider konnte das Auferstehen der Leichen nicht festgehalten werden, das war ein sehr ausdrucksstarkes feature …

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Meine Oma

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Meine Oma hat mir zu feierlichen Anlässen immer Socken geschenkt. Zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu Nikolaus und zu Ostern. Ab und zu auch mal dazwischen. Es waren teure Socken, sie kaufte speziellen Marken und eine ihrer besonderen Lieblinge waren die mit dem Knopf am Fußgelenk. Oft hat sie vergessen das Preisschild abzureißen und ich war mir nie ganz sicher, ob sie es wirklich vergessen hat oder ob das Preisetikett absichtlich kleben blieb. Ich hätte mir selbst solche Socken nie gekauft, aber ich trug und trage sie immer mit Freuden. Meine Oma ist seit fast genau 3 Jahren gestorben. Jedes Mal, wenn ich ein Paar Oma-Socken aus meiner Sockenschublade hole, muß ich an sie denken und lächeln. Gestern trug ich eines meiner Lieblingspaare und als ich ein Loch darin entdeckte wurde ich traurig. Das Leben meiner pink-weißen Diamanten Söckchen ist fast zuende. Wer hätte gedacht, daß Socken solch einen Einfluß auf meine Befindlichkeit haben würden. Aber es sind natürlich nicht die Socken, es ist die Erinnerung meiner Oma, die morgens durch das Anziehen der von ihr geschenkten Socken wieder lebendig vor mir steht. Die Endlichkeit des Lebens, materialisiert in der Lebensdauer stinknormaler Socken. Es ist schon irre, wie Gefühle, Erlebnisse, Erfahrungen und Erinnerungen an Dingen haften können. Schönen Dingen. Danke Oma.

Winterliche Türklinken

Endlich Winter auf der Alb. Ich hab ihn ehrlich vermisst.

Burg Teck im Schnee

Den Schnee, die Kälte, das Geknirsche unter den Füßen, das Einmummen in winterliche Kleidung, in Mantel, Schal, Mütze, Handschuhe, klobige Stiefel und natürlich den Schnee auf der Haut und im Mund.

Als Kind stopfte ich mir gerne Schnee in den Mund und experimentierte mit der Kälte, testete wie lange ich es aushielt draußen zu bleiben, bevor meine Zehen und Finger ganz taub wurden. Einmal blieb mir sogar die Zunge an der Haustürklinke kleben und mein Vater mußte mich mit warmem Wasser befreien. Jetzt muss ich darüber lachen, damals war es mir ziemlich peinlich. Es war schon blöd an der Klinke zu hängen und nur mit den Armen rudernd jemandem klar zu machen, dass man sich nicht bewegen kann und dringend Hilfe braucht.

Türklinke

(Bild von Webyourdesign)

Dies ist natürlich nicht die Türklinke and der ich als Kind kleben blieb. Diese hier stammt aus Quedlinburg. Ist sie nicht umwerfend!?

Eine feine Sache!

….was man durch einen simplen und kurzen post über einen Kaseskuchen so alles lernen und bewirken kann ist wirklich eine feine Sache!

Ich habe erfahren, dass es in Süd Afrika und in Australien das gleiche Problem mit dem Quark gibt. Es gibt ihn einfach nicht zu kaufen und macht das Kaesekuchenbacken somit wirklich schwierig oder zu einem gewagten Experiment. Was nimmt man denn anstatt dem funktionellen Quark? Cream cheese, cottage cheese, sour cream, joghurt, kefir, eventuell sogar (einge)weich(t)en Tofu oder mixt man von allem ein bisschen in die Schüssel und hofft, dass das Produkt am Ende schmeckt?

Eine Freundin von mir (ich nenne respektvollerweise mal keine Namen) hatte ebenfalls wie ich am Kaesekuchenbacktag trübe Stimmung und fing an taeglich ein Stück Kuchen zu essen. Inzwischen ist sie wieder davon abgewichen, da sie, wie sie meint, ja nicht kugelrund werden moechte.

Eine ander Freundin kaufte sich nach der Lektüre meines Kaesekuchenberichts direkt ein Stück beim Baecker! Spontan, spontan meine Liebe!

Ein Freund von mir, der kein Deutsch spricht, hat sich sehr auf das Foto konzentriert und komplimentierte den Kuchen und darüber hinaus auch noch meine Zehen. Darüber musste ich wirklich schmunzeln.

Und zu guter Letzt dann wurde ich sogar gefragt, wie ich es denn geschafft haette einen Kaesekuchen ohne Hilfe “gebacken” zu bekommen. Dieser Kommentar war natürliche ironisch gemeint 🙂 (hoffe ich!).

Als ich das Projekt Kaesekuchen letzte Woche gestartet habe, musste ich an den Kaesekuchen einer Freundin aus Düsseldorf denken und natürlich auch an das gemeinsame Verzehren ihres fantastischen Kuchens. Ehrlicherweise muss ich ja gestehen, dass ihrer besser war als meiner – aber sie hatte ja auch den noetigen Quark!

Außerdem erinnerte ich mich auch an den Kaesekuchen meiner Oma. Der Geschmack und die bestimmte Form ihres Kuchens ist mir immer noch sehr praesent, obwohl sie vor fast 3 Jahren gestorben ist. Na, vielleicht lebt der Geschmack mehr in meinem Gaumen weiter (oder in meinem Langzeitgedaechtnis) und ich bin mir sicher, dass er dort auch immer lebendig bleibt.