Die Jagd

arbeit 2

Seit knapp 2 Monaten nehme ich die Suche nach einem Job tatsächlich ernst. Meine Hoffnung, daß mir meine nächste Aufgabe wieder vor die Füße rollt, scheint nicht mehr zu funktionieren. Ich durchforste Jobangebote auf craigslist und schreibe eine Bewerbung nach der anderen. Das Schreiben von Bewerbungen wurde sozusagen mein full-time Job. Es ist erstaunlich, wie viel Zeit das Lesen von Annoncen und Formulieren von Begleitbriefen und Resümees in Anspruch nimmt. Ärgerlich ist, wie selten ich eine Antwort auf meine Mühen bekomme. Es ist doch wirklich nicht zuviel verlangt eine einigermaßen freundliche Absage zu formulieren. Ich komme mir vor wie ein migrierender Vogel, der fremde Erde nach dem richtigen Futter absucht. Alle Sinne sensibilisiert um das richtige Nahrungsmittel zu orten. Hin und wieder landet er und probiert etwas, um erneut festzustellen, dass er doch noch nicht das richtige gefunden hat. Eine Freundin, die ich einmal in der Woche treffe, fragt mich jedes Mal:” Was ist denn diese Woche Aufregendes auf  dem Planeten Carmen passiert?” Und natürlich kann ich ihr immer interessante Geschichten erzählen. Sie meinte, dass meine Jobsuche im Grunde meine Reisen ersetzt hat. Dieses Mal durchstreife ich keine fremden Länder, dafür lerne ich die unterschiedlichsten Leute und Jobumgebungen kennen. Ich habe wieder keinen wirklichen Alltag und fülle meine Woche mit so vielen anderen Dingen, so daß meine Zeit fast vollkommen ausgefüllt ist. Continue reading

Advertisements

The pretty happy New World, What the heck!

Terrasse de café. Paris, vers 1925.Photo: Maurice Louis Branger

Many people ask me: “What the heck are you doing in the pretty happy New World.” First of all, the pretty happy New World is not always pretty and certainly not always happy.  But it is definitely exciting and interesting to live here in the Bay Area in between lots of somatic-spiritual-psychological awareness, that keeps everyone extremely busy!

But again: “What the heck am I doing here?”
I start with my New Year’s resolutions for 2013. They were simple:

  • Go earlier to bed,
  • Get a job that pays me well,
  • And do some arty projects.

The result so far: I rarely make it to bed before 12am, I don’t have a job that pays me well, but I do some arty projects and extremely enjoy collaborating with Giselle and Mary. Continue reading

Fußabdruck

Düsseldorf. Ich war 10 Tage in der rheinischen Landeshauptstadt und es fühlte sich an wie mein zweites (oder vielleicht drittes?) Zuhause. Mir wurde wieder bewußt, wie lange ich in dieser Stadt lebte und wie viel dort passiert ist. Mein Freund Norbert meinte, dass ich ja auch mindestens 3 lebensveränderte Phasen dort durchgemacht hätte, die mein weiteres Leben sehr geprägt hätten. Ich hab leider vergessen ihn zu fragen, was er denn so genau mit diesen Phasen gemeint hat …

Fahre ich mit der S-Bahn in die Kronprinzenstrasse, weiß ich, dass die 708 dorthin fährt. Die 704 oder die 709 sind auch ganz passable Alternativen um die Kronprinzen-WG zu erreichen. Ob ich nun mit der Bahn fahre oder zu Fuß durch Düsseldorf schlendere, alles erinnert mich an die Vergangenheit. Manchmal glaube ich an jeder Ecke einen Fußabdruck von mir zu entdecken. Fußabdrücke von ganz unterschiedlicher Tiefe, Stärke und Wichtigkeit, die so viele Geschichten, Eindrücke, Erlebnisse und vor allem Gefühle ‘vertreten’. Ein Trip in die Vergangenheit und in die Lebensgeschichten meiner Freunde. Der Lebensmittelpunkt von den meisten dreht sich nun um ihren Nachwuchs oder wie in Nicolas Fall um ein wunderschönes, feinfühliges Pferd namens Ally. Es ist eindrücklich all die kleinen neuen Wesen und auch Ally kennenzulernen und um die Frage: “Wie sieht es denn bei Dir aus?” Kommt man schlichtweg nicht mehr drumrum, es gehört einfach ins Frageprotokoll. Das empfinde ich keineswegs als nervend, es regt eher zum Reflektieren an und spiegelt den Zeitgeist wieder. Continue reading