Die Brezel-Legende

Nach der Step Stunde heute Morgen bin ich ins naheliegende Café um noch einen Kaffee zu trinken. Step bei Nici ist übrigens ziemlich lustig am Donnerstagmorgen. Ich schrieb einige Postkarten an meine neuen Freunde in Amerika, belauschte die eifrigen, etwas miteinander flirtenden G’schäftsleit am Nachbartisch und bemerkte nach sicherlich einer Stunde Schreiben und Lauschen dieses Gedicht an der Wand.

Der Ursprung schwäbischer Klugheit:

Des Schwaben Klugheit ist kein Rätsel.

Die Lösung heißt Laugenbrezel.

Schon trocken gibt dem Hirn sie Kraft.

Mit Butter schmeckt sie fabelhaft.

Erleuchtet mit der Weisheit Fackel,

den Verstand vom größten Dackel.

(Manfred Rommel)


In diesem Bild seht Ihr eine klassisch schwäbische Version einer Brezel.

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Schwäbischer birthday blues

My first birthday at home in years and years and years. Last year I laughed and cried underneath the dragon moon in the himalaya on the rooftop of the Butoh school.  I still remember my feelings up there. Hope, faith, exhaustion, sadness and the knowledge that there is still a long way to go until I find a place to stay.

I experienced many big and SETTLE adventures in this past year. Different and completly unexpected adventures. Not even the imagination existed before it became embodied. I expanded my inner world in directions I just start to walk on – with curiosity and open eyes.

I love being on this planet, I love having friends all over the globe, I love being married, I love, love, love dancing, and I understand more about the importance of the messiness of life. Did you ever think about the fact that anything that makes life exciting is somehow connected to allowing messiness to happen? Maybe we are all here to experience that the messiness of everything that makes human life prescious belongs to (earthy) love. Maybe that is what makes our eyes shine, our skin tremble, our tears flow, our mouth smile, our feet ground and our nose happy.

Thank you Anja, you helped me with this messy insight a few days ago …. Continue reading

Beutenlay

Gestern Nachmittag war ich draußen in der Herbstsonne und legte mich für lange Zeit unter diesen Baum. Ich kenne diese Buche schon eine ganze Weile und besuche sie fast immer, wenn ich in Münsingen bin.

Ich hing meinen Gedanken nach und die drehten sich hauptsächlich um die Frage: Wo gehöre ich hin? Das Chaos in meinem Hirn, der Lärm um viel und nichts wurde immer lauter und meine Emotionen vibrierten mich. Allmählich wurde das lärmendes Hirn leiser, Stille breitete sich aus und mir wurde klar, dass ich jetzt unter dieser Buche liegend am richtigen Platz bin. Dort gehörte ich hin. Ich fühlte mich angekommen und Zuhause für diesen Moment an diesem Mittwochnachmittag.

Dann geschah etwas Außergewöhnliches. Ganz plötzlich waren Dutzende von laut kreischenden Krähen über mir. Sie flogen wie wild durch die Baumkronen, drehten über mir ihre Kreise und zickzackten auf und ab. Manche ganz nah an mir vorbei. Etliche Bucheckern landeten auf meinem Kopf. Es war aufregend, aber ich fühlte mich da im Herbstlaub liegend auch ehrlich gesagt nicht mehr so ganz wohl und stand auf. Eine Krähe ist ja auch kein Spatz! Das laute Gekreische hielt noch eine ganze Weile an, dann waren die Vögel von einem Moment auf den anderen wieder verschwunden. Nichts erinnerte mehr an sie. Es war still. Komisch.

Als ich weiter ging traf ich meinen alten Biologie Lehrer! Er konnte sich nicht mehr so recht an mich erinnern, das war schön.

Meine kleine Wanderung führte mich weiter nach oben. Es geht mir gut, wenn ich “oben” bin. Egal ob es der Gipfel eines Berges, der Turm einer alten Ruine, eine Dachterasse oder ein Festersims im 4 Stock ist. Auf einer Bank entdeckte ich ein glitzerndes Schild mit folgenden Versen:

Goethe macht glücklich

willst du immer weiter schweifen

Sieh, das Gute liegt so nah

Lerne nur das Glück ergreifen,

denn das Glück ist immer da.

Tja, wo werde ich morgen hingehören. Ich weiß es nicht. Planmäßig hebt mein Flieger um 12:05h in Stuttgart ab. Dann gehöre ich wohl 2 Tage wieder dem “Unterwegs sein” bis ich das ´Ortsschild` Dharamsala durchschreite.