Vipassana

Auf los gehts los!

Morgen frueh mache ich mich auf den Weg nach North Folk, dort ist das California Vipassana Center.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und freue mich darauf.
Das retreat geht bis zum 4.Maerz und wenn mein Wunsch in Erfüllung geht, dann holt mich Raj ab und wir verbringen anschliessend noch ein paar Tage im Yosemite NP.

Warum Vipassana?

Als ich kurz vor meiner Indienreise Christoph und Nina besuchte, erzaehlte mir Nina fast beilaeufig von ihrem Vipassana-erlebnis. Dieser Hinweis blieb mir im Kopf und seither tauchen immer wieder Zeichen auf, die mich in die Richtung lenken selbst zu erfahren wie es ist 10 Tage zu schweigen.

Ich merke seit einiger Zeit, dass sich in meinem Leben Dinge ankuendigen, vor allem wenn ich mich (lebens)erschoepft fuehle. In solch einem ungemütlichen Zustand ist meine Wahrnehmung erstaunlicherweise meist geschaerfter und die Hinweise, die aus meiner Umgebung kommen sind klarer.

Die Zeichen und vor allem die Geschichten über Vipassana haeuften sich natürlich in Indien. Ich lauschte den Berichten erfahrener und uerfahrener Vipassanaisten und die Geschichten waren so unterschiedlich in ihrer Intensitaet und mind blowingness wie es groesser nicht sein kann.

Zum gegebenen Anlass noch eines meiner Lieblingsbilder aus Indien.
Julie Mayfeng hat es fotografiert.

Ui! Und da faellt mir doch gerade auf, dass ich schon wieder an einem event mit einer Dauer von 10 Tagen teilnehme…

10 days

I have signed up again for a 10 days intensive Breema workshop and I love it!

After my beautiful experience last year, surprisingly I am back and also catch up with some of the participants from last year.

Breema is a type of bodywork that aims body-mind connection in order to become more present in the treatment and also in daily life. The classes include bodywork, meditation, lectures, times for questions and snacks (which are very important :-)). I enjoy learning the “Breema” touch as to me it feels like being in water no matter if I give or receive a treatment. Also I see their approach as a great potential value for anyone with a sincere interest in Truth as it is a practical road of self-understanding. I like practicality and simplicity especially as I have the wish for more taste of life.
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Eine feine Sache!

….was man durch einen simplen und kurzen post über einen Kaseskuchen so alles lernen und bewirken kann ist wirklich eine feine Sache!

Ich habe erfahren, dass es in Süd Afrika und in Australien das gleiche Problem mit dem Quark gibt. Es gibt ihn einfach nicht zu kaufen und macht das Kaesekuchenbacken somit wirklich schwierig oder zu einem gewagten Experiment. Was nimmt man denn anstatt dem funktionellen Quark? Cream cheese, cottage cheese, sour cream, joghurt, kefir, eventuell sogar (einge)weich(t)en Tofu oder mixt man von allem ein bisschen in die Schüssel und hofft, dass das Produkt am Ende schmeckt?

Eine Freundin von mir (ich nenne respektvollerweise mal keine Namen) hatte ebenfalls wie ich am Kaesekuchenbacktag trübe Stimmung und fing an taeglich ein Stück Kuchen zu essen. Inzwischen ist sie wieder davon abgewichen, da sie, wie sie meint, ja nicht kugelrund werden moechte.

Eine ander Freundin kaufte sich nach der Lektüre meines Kaesekuchenberichts direkt ein Stück beim Baecker! Spontan, spontan meine Liebe!

Ein Freund von mir, der kein Deutsch spricht, hat sich sehr auf das Foto konzentriert und komplimentierte den Kuchen und darüber hinaus auch noch meine Zehen. Darüber musste ich wirklich schmunzeln.

Und zu guter Letzt dann wurde ich sogar gefragt, wie ich es denn geschafft haette einen Kaesekuchen ohne Hilfe “gebacken” zu bekommen. Dieser Kommentar war natürliche ironisch gemeint 🙂 (hoffe ich!).

Als ich das Projekt Kaesekuchen letzte Woche gestartet habe, musste ich an den Kaesekuchen einer Freundin aus Düsseldorf denken und natürlich auch an das gemeinsame Verzehren ihres fantastischen Kuchens. Ehrlicherweise muss ich ja gestehen, dass ihrer besser war als meiner – aber sie hatte ja auch den noetigen Quark!

Außerdem erinnerte ich mich auch an den Kaesekuchen meiner Oma. Der Geschmack und die bestimmte Form ihres Kuchens ist mir immer noch sehr praesent, obwohl sie vor fast 3 Jahren gestorben ist. Na, vielleicht lebt der Geschmack mehr in meinem Gaumen weiter (oder in meinem Langzeitgedaechtnis) und ich bin mir sicher, dass er dort auch immer lebendig bleibt.

Part II

Fortsetzung von Teil 1 ….

Ich bin ja schon überrascht, wie gut das Manifestieren klappt, wenn der Wunsch klar und deutlich ist. Nach meinen faszinierenden Erlebnissen dbzgl. in Indien, setzt sich die Wunscherfüllung auch in Kalifornien fort.

Katrin hat mir vorgeschlagen, meine Wünsche als Ist-Zustand zu beschreiben, so als seien sie schon Wirklichkeit. Allerdings klappt es auch, wenn ich meine Wünsche positiv und praezise formuliere.

Mein Wunsch nach etwas zu tun, hat sich in den letzten 2 Wochen gleich 2 mal erfüllt. Ich helfe einem sozial engagierten Politiker (die gibt es tatsächlich!) bei diversen Projekten und die Leute, die ich dabei treffe und kennenlerne sind spannend. Außerdem ist es immer gut Kontakte zu knüpfen. Wer weiss für was ich sie in Zukunft brauchen werde.

Letzte Woche haben Raj und ich an einem sonnigen Sonntagmorgen sogar Baeume mit ihm gepflanzt und wurden letzten Freitag in die Oper “Carmina Burana” eingeladen.

Auf der Mac World Messe in San Francisco half ich Alryn – Rajendras Mutter. Ich war eine der swingchair ladies, die den Rückenschmerzen geplagten Computerfreaks dazu animierten auf den swingchairs Platz zu nehmen. Ich erklaerte ihnen dann die Funktionalitaet des Stuhls und liess sie ein wenig darauf swingen. Wer mehr darüber wissen moechte: http://www.swingchair.com/

Hier der Beweis:

und zu Guter Letzt noch ein paar Bilder aus dem Planetarium. Mein “Chef” und ich waren dort mit 9 Kindern und haben den Geburtstag der Bürgermeisterin gefeiert. (Leider habe ich noch nicht heraus gefunden, wie man die beiden bereits geposteten Bilder aus der slide show loeschen kann. Beim naechsten Mal dann…)

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Kåsekuchen

Mein erster Kåsekuchen in Amerika!

Ich hatte heute Nachmittag Amrit zu Besuch und da sie die Kunst des Deutschen Backens zu schaetzen weiß, habe ich für sie und natürlich auch für mich gebacken.

Der Einkauf für das Unternehmen “Kåsekuchen-Backen” hat långer gedauert als geplant, da es gar nicht so einfach ist in den Staaten Quark aufzutreiben. Es gibt zwar zig Dutzend verschiedene lactosebeinhaltende und lactosefreie Produkte, aber 20% igen oder 40% igen stinknormalen Quark fehlt in den Kühlregalen. So auf die Schnelle konnte ich also keinen Quark finden, dafür habe ich gelernt, wie man aus Joghurt Quark herstellt. Hat auch was, dauert aber … also nahm ich eine Mischung aus Joghurt, sour cream und cream cheese und das Experiment schmeckt!

Das Fazit des Tages (so ganz a la Hape Kerkeling):

So ein Stück Kåsekuchen hilft bei trüben Gedanken.

1. Teil

Was tut man bzw ich nicht alles um an Geld zu kommen! Heute waere mein Vorsprechen fuer einen ueberaus lukrativen Werbecommercial gewesen. Ich war 1A vorbereitet, voller Elan und hatte irgendwie richtig Lust auf diese Audition. Meine Euphorie legte sich dann aber schlagartig, als ich in der letzten email des Castingunternehmens auf folgenden Satz stiess: ” needs to be able to work legally in the US.”. Da hatte ich wohl vor lauter Dollarzeichen vor der Nase diesen kleinen Nebensatz einfach ueberlesen. Mensch! Jetzt werde ich schon mal nach der Bewerbung eingeladen und dann scheitert das ganze Unternehmen an der nicht vorhandenen gruenen Karte. Wie aergerlich! Na ja, wenigstens hatte ich eine nette SMS Konversation mit der Dame vom Set.

Dies waere uebrigens mein Text gewesen 🙂

Ich kann ihn von allen Seiten auswendig herunterrattern und definitiv an den richtigen Stellen betonen.

 

C8 Medi-Sensors freuen sich, das weltweit erste komplett nicht-invasive Blutzucker-Messgerät vorstellen zu können.

Das Messgerät sendet einen sanften Lichtimpuls direkt durch die Haut und überwacht so ständig Ihren Blutzuckerspiegel, ohne dass Sie etwas spüren.

Das Gerät wird um die Taille getragen und kann je nach Bedarf an- und abgelegt werden,  ohne eine Veränderung der Einstellungen zu verursachen.

Wir sind stolz darauf, die Gesundheit von Diabetikern durch dieses einmalige nicht-invasive Blutzucker-Messgerät verbessern zu können.

 

 

ein nicht-invasives Blutzuckermessgeraet sieht wohl so oder so aehnlich aus.

Teil 2 folgt ….

House hunting

I am only here for about 10 days and I have been already moving from San Francisco to Oakland. 

Last year I was moving 4 times with Rajendra and hopefully this year it will be only one more time. The fact of not having a stable place to live seems to follow me also in my relationship! But this time we put energy and time into finding a place. A place where we can spend time on our own without roommates, parents or anybody who fortunately went on holidays so that the 2 homeless ones can take-over the flat.

Something became more serious and challenging between us. I think this is mostly happening because we are tired of being always surrounded by other people, we have to be either social with or grateful. And in fact we are exhausted of not knowing what we want and if we really have a future together with all obstacles as our companions. The factor of permanent packing, adjusting to new surroundings, being apart from each other and finding places to live in distracts us to feel and understand if we truly have a common ground together. I hope a cosy place where we finally can get to know each other in a self created atmosphere will lead us to solutions we need in order to move on with our lifes.

But we are not there yet. It is exhausting, frustrating, ridiculous, interesting and funny at the same time to look for a place to live.

I realized that this is the first time for me to go house hunting. When I left my home in the little town I grew up I moved to Langenfeld. I have only seen 2 places there, applied for the one I wanted and got it. It was a cute little place, with a huge balcony and a built-in kitchen which was my mother’s farewell present. Despite the fact that Langenfeld was definitely not a town I could relate to I felt home in my apartment for quite some time. It had been a retreat from the urban hubbub (I love that word) and from all these 1000 of things I was doing at that time.

The 2nd and so far last place I moved in was in Duesseldorf. The apartment kind of fell into my lap as Agnes found the place through Sandra and she was actually living in that house. The whole house hunting  procedure took about 10 minutes on the phone. Agnes called me about moving in together. I said yes before I haven’t even seen the flat. Sandra’s vision of having 2 friends in the same house worked out beautifully and we had good, good times there.

Here are some thoughts and stories of the house hunting odyssey from the passed week:

There was one apartment with a broken toilet seat and as I asked the manager if it will be replaced he said seriously: “No, it is still functioning.” Can you believe that?! A broken toilet seat is functioning and it probably will make you happy to squeeze in the flesh of your butt every time you use it!

 

 
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31.12.2011

Hey!

Ich habe den Text gestern geschrieben :

Am sonnigen Dienstagnachmittag nach einer 24 Stunden Flugreise wurde ich von Rajendra mit einer Schüssel knackigem Salat empfangen! Ich musste so lachen, denn ich habe zwar eine Schüssel Salat bestellt, dass ich sie aber direkt am Flughafen bekomme, damit habe ich nicht gerechnet.

Heute ist es grau, diesig und es nieselt vor sich hin. Das Jahr 2011 neigt sich seinem Ende zu und fuer die meisten wird es wohl langsam Zeit sich zu ueberlegen, wo man den Abend verbringen moechte. Jedes Jahr die gleiche Frage. Jedes Jahr die gleiche Ungewissheit und jedes Jahr der gleiche Frust. Na, vielleicht nicht JEDES Jahr

Die Stimmung in den Strassen von Oakland ist gut. Es scheint etwas in der Luft zu liegen. Etwas, das sich nach Erwartung, Euphorie und Feiern anfuehlt.

Die Cafes sind an diesem Nachmittag alle voll und es wird lautstark, wie es sich fuer richtige Amis gehoert gechatted. Ich kann mich hier leicht unters Volk mischen und fuehle mich in meiner Anonymitaet sauwohl. ENDLICH anonym! Nachdem ich fuer 2 Monate im Brennpunkt der indidschen Aufmerksamkeit stand, geniesse ich den Luxus der Anonymitaet in vollen Zuegen. Ausserdem die Leichtigkeit der Menschen, die echt entspannter und meist freundlicher als wir Deutschen sind … dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb faellt es mir nicht leicht deep conversation mit ihnen zu fuehren.

Wenn ich dieses Jahr revue passieren lasse, dann schwappen viele Gefuehle ineinander und purzeln nur so durch meinen Koerper. Es gab enorm viele Gluecksmomente und ich habe mich gleichzeitig noch nie so verloren gefuehlt. Wohin, wohin, wohin???!!! Immer wieder diese Frage. Ich war so oft genervt und frustriert von mir und von allem um mich herum. Oft zweifelte ich an meinem Gefuehl das Richtige zu tun und die Kraft der Zuversicht liess nach. In Verlorenheitsmomenten wollte ich nur, dass diese Reise endlich zuende ist.

Aber ich habe verstanden, dass ich sie nicht einfach so beenden kann, nur weil ich gerade muede und erschoepft bin. Ich darf diesen Emotionsdschungel erleben um mehr Klarheit in mein Leben zu bringen. Und im Dschungel lauert bekanntlicherweise alles mögliche Unberechenbare. Ich mag das Gefuehl nicht zu wissen, was unter dem naechsten Bananenblatt liegt oder welches Tier mir ueberraschenderweise aus dem Dickicht entgegen springt. Die Sensibilisierung und Schaerfung meiner Sinne in diesem Dschungel fuehlen sich sinnvoll an.

Es ist mein Weg, ob er nun richtig ist oder nicht steht eh nicht zur Debatte, da ich ihn gehe. Ich fuehle, dass das Ende des Reisens ohne Haus naeher rueckt. Vertrauen und Zuversicht lassen mich schon nicht im Stich.

 

Mein Wunsch fuer 2012 ist klar:

 

Ich gehe, laufe, renne, wandere, tanze, contacte, butohe, vipassane bis ich den Platz gefunden haben, den ich brauche um zur Ruhe zu kommen. Egal wo, egal mit wem, egal mit welchem Job. Ich wuensche mir einen Ort zum Leben, einen Ort zum Sein, einen Ort zu dem ich zuerueck kommen kann, wenn ich durch die Gegend fliege, einen Ort, an dem ich die Moeglichkeit habe zu verdauen, zu wachsen und einen Ort zu “wurzeln”

 

HAPPY NEW YEAR my friends!

 

Vielleicht wird es ja so oder so ähnlich vor meinem Heim aussehen … ich hoffe allerdings auf schönere Gartenmöbel und kein Plastik 🙂