Mein erster Urlaub seit langer, langer Zeit! Kaum zu glauben, nachdem ich vor genau 2 Jahren meine 3 jährige Reise beendet habe, war ich nun fast ein ganzes Jahr ununterbrochen an einem Ort. Manchmal fühlte ich mich als ob ich “festsitze”, dann wiederum als ob es so sein soll und ich fühlte mich ganz wohl damit. Ende letzten Jahres wurde ich dann aber doch kribbelig und fühlte mich ganz plötzlich regelrecht eingesperrt und auch gelangweilt. Ich war unausstehlich und musste RAUS! Wir sind in die Sierras gefahren, allerdings nicht in das Gebiet, das von Touristen überschwemmt ist, sondern in ein vollkommen dünn besiedelte Region. Wir waren ein paar Tage in Markleeville. Dieses kleine Dorf hat 210 Einwohner, ist Bezirkshauptstadt und hat sogar ein Gerichtsgebäude. Es gibt einen Pub, der um 17 Uhr schließt, 2 kleine Hotels, eine Post, einen Tante Emma Laden, ein Souvenir-Geschäft, ein Frühstückscafé und ein absolut exquisites Restaurant. Dieses ist im Sommer 3 Abende und im Winter 2 Abende geöffnet. Das Essen war einmalig und sollte einer von Euch mal durch Markleeville kommen und es ist zufällig Freitag oder Samstagabend, stoppt im “Stonefly”. Das Highlight in Markleeville sind allerdings die Grover Hot Springs. Dort treffen sich alle, vor allem am Abend, denn es gibt keine andere Attraktion in der Umgebung. Um 18 Uhr werden die Bordsteine hochgeklappt, es wird eiskalt und die Nacht ist pechschwarz mit einem blinzelnden Sternenhimmel. Continue reading
just arrived
This morning I was asked to describe how I would like my spiritual image to be. This is what I wrote:
I would be a blue and red feathered bird like woman that can live in each element in a changing body adjusted to the environment.
My home is most likely the water, where I become a blue and red finned fish, shining in all directions, feeling home so home down there.
In the fire my feathers become flames. They help me fly fast and furious, right into Pele’s arms. There I can feel the heat melting with my soul.
On the earth I become a big grounded creature, loving to merge with the soil and everything underneath. A place to rest and get warm in my heart.
The air makes me fly light and high like rays of the moon transcending in blue light.
I wish you all a Merry, Merry Christmas. May the spirits guide you and hold their wings around you. Love to you all, my dear friends all over this planet.
Zombies an Halloween
Dieses Jahr erlebte ich mein erstes Halloween in den USA. Was für ein schräger Anlass sich zu verkleiden, Kinder zu erschrecken und Süßigkeiten zu verteilen! Halloween wurde ursprünglich nur im katholischen Irland gefeiert. Von dort kam es mit den zahlreichen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die USA und gehörte zum Brauchtum dieser Volksgruppe. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es bald von den anderen übernommen und entwickelte sich zu einem Volksfest.
Ich wurde von Rajendras Cousine Deborah und ihrem Mann Phil auf ihre Halloween Party eingeladen. Das diesjährige Motto war: “Zombie”. Als wir am Nachmittag ankamen, halfen wir den nett-überschaubaren-typisch-amerikanischen-residential driveway zur “Zombie-location” auszustaffieren. Das Sound System wurde auch in kürzester Zeit perfektioniert, so dass man von innen hinter dem Küchenfenster sitzend, das Geschehen auf dem Innenhof beobachten und wüst verzerrt kommentieren konnte. Das Mikrophon haben wir draußen unter den Süßigkeitenbehälter in dem abgeschlagenen (Plastik) Kopf versteckt. Dann wurden die Rollen verteilt. Es gab Sicherheitspersonal mit Gasmasken und Luftdruckpistolen zum Erschrecken. Ebenso Leichen, die unter weißen Laken auf dem Boden lagen und ab und zu vom Tode auferstanden. Und natürlich ein paar umhergeisternde Zombies. Untermalt wurde alles mit einer Nebelmaschine und natürlich mit gruseliger Musik. Der Plan war folgender: Die Kinder mußten sich durch das Tor, an dem Sicherheitspersonal, den Leichen und den Zombies vorbei trauen und bis zum großen Süßigkeitenbehälter vordringen. Dort durften sie sich dann Süßigkeiten nehmen oder einer der Zombies gab sie ihnen. Aber bevor der Abend anfangen konnte, durften wir uns ja noch Schminken! Phil hat ein großes Sortiment an allem, was man braucht um sich vor sich selbst zu fürchten! Mich haben vor allem sein Narbenmaterial, das Kunstblut und die Gebisse aller Art fasziniert.
Hier seht ihr ein paar Eindrücke unserer “Zombie Crew”. Leider konnte das Auferstehen der Leichen nicht festgehalten werden, das war ein sehr ausdrucksstarkes feature …
For Frankie
Last week at the Thursday Jam I met Frankie. Frankie lay in front of the narrow entrance door to the dance floor, his slumped and deformed body almost completely blocking the door. Everyone that wanted to enter or leave the studio had to literally step over him. He was highly visible and had drooled already a moderate sized puddle when Rajendra and I walked in. At first, I was irritated and didn’t know if that strange behavior might be some sort of joke of one of the jam attendees. I took my time to put money in the jam box, signed my name on the clipboard and looked at the man laying on the floor a little closer. Rajendra came back and tried to communicate with him. It was obvious that he was totally drunk and definitely not a jammer. I was confused. How can a big studio full of people not realize that an entirely intoxicated, stinky as hell, probably homeless man is laying without shoes on the verge of the entrance door? Regarding the saliva puddle, he must have lain there at least for an hour.
How many people might have stepped over him, smelled him, seen the puddle? 10, 20 or maybe even 30? How come no one in our so called aware Contact Improvisation community hasn’t intervened for such a long time? Continue reading
Der kleine Troll
Mit sechs Jahren Verspätung, aber schliesslich dennoch sieben Stunden früher als angekündigt ist der östliche Teil der Bay Bridge, die von San Francisco über die Insel Yerba Buena nach Oakland führt, am 2. September für den Verkehr freigegeben worden. Die elegante Hängebrücke wurde parallel zur alten, seismisch gefährdeten Brücke erstellt. Ein Teil der letzteren war bei einem schweren Erdbeben im Jahre 1989 eingestürzt. Die Kosten beliefen sich auf 6,4 Milliarden Dollar, das Fünffache des vorgesehenen Betrages. Die neueröffnete, 800 Meter lange, an einem 160 Meter hohen Pylonen verankerte Brücke, an die sich eine zweieinhalb Kilometer lange Zufahrtsrampe anschliesst, war das bisher teuerste staatliche Projekt Kaliforniens.
Rajendra und ich sind mit unseren Rädern letzte Woche über die neue Brücke geradelt. Dass der Weg für Fahrradfahrer in der Mitte einfach aufhört, wußte ich natürlich nicht und ich war ehrlich perplex so plötzlich vor zwei “path closed” Schranken zu stehen. Wir konnten uns nicht so recht erklären, warum es 2 Schranken gab, hätte eine nicht gereicht? Um den Fahrradweg verlängern zu können, muss erst einmal die alte Brücke abgetragen werden. Ich bin gespannt, wann das passieren wird. Continue reading
Experimentierfreude!
Ich arbeite seit 2 Wochen in der German School of the East Bay. Es ist eine Samstagsschule und der Unterricht findet von 9:15 Uhr bis 15:30 Uhr statt. Es werden hauptsächlich Kinder unterrichtet, aber es gibt auch ein paar Erwachsenenklassen, inklusive einem Literatur- und Kulturclub. Die Atmosphäre in der Schule ist sehr herzlich. Jeden Samstag bringen Mütter, Väter oder erwachsene Studenten etwas zum Kaffee mit. Hauptsächlich gibt es natürlich Gebäck und letzten Samstag sogar einen leckeren Zwetschgenkuchen. Ich fühle mich fast wie Zuhause, überall wird Deutsch geredet und ich höre die unterschiedlichsten Dialekte. Zum Kaffee wird geschlemmt und zwischendrin auch ein bißchen studiert. Ich habe ja den leisen Verdacht, dass die meisten Kinder hauptsächlich wegen den “snacks” gerne kommen. Dieser soziale Treffpunkt hat eine super engagierte und liebenswerte Schulleiterin. Es ist bewundernswert, wie viel Leidenschaft “Frau Nancy” für ihre Arbeit hat, wie hilfsbereit und dennoch resolut sie ist. Überraschenderweise ist sie Amerikanerin und warum sie so fasziniert von Deutschland ist, muß ich sie nächste Woche fragen.
Ich leite 3 Sing-und Spielgruppen für alle Kinder zwischen 18 und 36 Monate. Die Kinder kommen zusammen mit einem Eltern- oder Großelternteil und das ist ein ganz schönes Gewusel! Die Organisation der Gruppen war ziemlich kompliziert, da “nap time” und “lunch time” manchmal unmöglich mit den Kurs-Zeiten vereinbart werden konnten. Ich hätte ja nicht gedacht, dass das penibel genaue Einhalten von Mittagsschläfchen und Mittagessen am Samstag für manche Eltern so wichtig ist. Es ist das erste Mal, dass ich mit so kleinen Kindern und deren Eltern zusammen arbeite. Eine Kollegin und auch Nancy haben mich netterweise vorgewarnt, dass ich eventuelle Beschwerden ja nicht persönlich nehmen soll. Nach fast 10 Jahren therapeutischer Arbeit in einer Psychiatrie, hoffe ich ja, daß ich das schaffe … Continue reading
Eat well on Labor Day
This Labor Day week-end we were camping on the property of our CSA Farm. I subscribed for a bi-weekly delivered vegetable box from the Eatwell Farm in Dixon, CA. Every other week, I pick up a box near our apartment. The box comes with really delicious produce. Opening a box is like unwrapping a present and it always contains something I have never bought, prepared or seen before – Lemon Verbena anyone? Each colorful box also carries a newsletter, that includes detailed information about the vegetables and family and staff recipes. I like the personal note on everything and was curious about the farm, Nigel (the owner), his family and what “community supported agriculture” really means. Therefore Rajendra and I took the opportunity to participate in the “do nothing party” last week-end. Continue reading
Colorful sweetness
Whenever I can, I go to the Farmers Market on Saturday Morning. The Grand Lake Farmers Market is close to my house and I love going there. I stroll around, experience packed aisles full of healthy people, taste fresh organic produce, smell broiled chicken while I try out the newest rosewater tonic from a very knowledgable cosmetician. Sometimes I have a chat with Rupam in her herbal pharmacy and when I finally have enough of all that, I stop at my favorite coffee place. A lovely Ethiopian lady prepares coffee and tea on a gas stove and serves it on a tray with a little jug of milk and a little bowl of sugar in REAL porcelain cups! For those of you who have never been in the United States, coffee usually is served in paper cups. If you don’t ask for porcelain you won’t get it. Continue reading
Es war einmal ein kleines Mädchen
Es war einmal ein kleines Mädchen, das sehr oft mit seiner Mutter auf den Friedhof ging. Die Mutter des kleinen Mädchens wich so der bösen Schwiegermutter aus, die ihr das Leben schwer machte. Sah sie die Schwiegermutter auf dem Heimweg im Garten arbeiten, drehte sie meistens um und machte einen langen Umweg über den Friedhof um ihr nicht begegnen zu müssen. Continue reading
Rudi, mein Hund
Genau so sieht es seit knapp 2 Wochen vor meinem Bett aus. Nicht haftende Kompressen, eine 20er Packung Mullbinden, Aloe Vera aus dem koreanischen Laden bei mir um die Ecke, Silver Creme, Alkohol, ein Messer, eine Schere, eine Pinzette, ein Handtuch (Aloe Vera ist glitschig), 2 kleine Tellerchen, Vitamin E Öl und einen Mülleimer für den ganzen Abfall. Eine Verbrennung zu haben ist kein Spaß. Allerdings ist es faszinierend, wie schnell sie sich verändert. Alle paar Stunden wechseln die Farbkombinationen, manchmal von tiefrot und bläulich, zu Schweinchens rosa und überraschenderweise auch umgekehrt. Ebenso ändern sich die Spannungsverhältnisse der nachwachsenden Haut permanent, was sehr unangenehm sein kann. Von den zuckenden Nerven vor dem Einschlafen möchte ich erst gar nichts erzählen. Diese Wunde am Bein ist, als ob ich plötzlich ein Haustier bekommen habe. Continue reading





