Fußabdruck

Düsseldorf. Ich war 10 Tage in der rheinischen Landeshauptstadt und es fühlte sich an wie mein zweites (oder vielleicht drittes?) Zuhause. Mir wurde wieder bewußt, wie lange ich in dieser Stadt lebte und wie viel dort passiert ist. Mein Freund Norbert meinte, dass ich ja auch mindestens 3 lebensveränderte Phasen dort durchgemacht hätte, die mein weiteres Leben sehr geprägt hätten. Ich hab leider vergessen ihn zu fragen, was er denn so genau mit diesen Phasen gemeint hat …

Fahre ich mit der S-Bahn in die Kronprinzenstrasse, weiß ich, dass die 708 dorthin fährt. Die 704 oder die 709 sind auch ganz passable Alternativen um die Kronprinzen-WG zu erreichen. Ob ich nun mit der Bahn fahre oder zu Fuß durch Düsseldorf schlendere, alles erinnert mich an die Vergangenheit. Manchmal glaube ich an jeder Ecke einen Fußabdruck von mir zu entdecken. Fußabdrücke von ganz unterschiedlicher Tiefe, Stärke und Wichtigkeit, die so viele Geschichten, Eindrücke, Erlebnisse und vor allem Gefühle ‘vertreten’. Ein Trip in die Vergangenheit und in die Lebensgeschichten meiner Freunde. Der Lebensmittelpunkt von den meisten dreht sich nun um ihren Nachwuchs oder wie in Nicolas Fall um ein wunderschönes, feinfühliges Pferd namens Ally. Es ist eindrücklich all die kleinen neuen Wesen und auch Ally kennenzulernen und um die Frage: “Wie sieht es denn bei Dir aus?” Kommt man schlichtweg nicht mehr drumrum, es gehört einfach ins Frageprotokoll. Das empfinde ich keineswegs als nervend, es regt eher zum Reflektieren an und spiegelt den Zeitgeist wieder. Continue reading

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Body Tales ® …

… interweaves improvised movement and spoken word story for creative expression, communication and healing. Within this committed and respectful somatic practice, we tend and attend the wealth of embodied resources within our personal and collective lives, and grow our kinship and belonging as part of the Earth.

That is how Oliva Corson defines what Body Tales is.

I started a monthly group and attended a Body Tales retreat last week-end. It took place at GEORGEOUS Salamander Camp in the Santa Cruz Mountains. Hooray! Continue reading

On the road again …

Das Butoh-Festival ist zuende und die Ermittlungen des secret service kamen auch zum Erliegen. Wahrscheinlich hat Lee, der Leiter der Schule an die Polizei genuegend Geld gezahlt um sie zum Schweigen zu bringen. So laeuft das hier …

Es war eine spannende Zeit, vor allem in die  Welt der anderen einzutauchen und dadurch neue Dinge in mir selbst zu entdecken. Faszinierend war die Art und Weise, wie diese Schule zu funktionieren scheint. Trotz des “Meisters”, entwickelt hier jeder seine eigene Kreation. In den Soli war die individuelle Sprache jedes einzelnen zu sehen und zu spueren. Ich habe in den Choreographien gemacht, was mir gesagt wurde und es war schoen zu spueren, wie meine Angst zu performen verschwunden ist und von einem Gefuhl von Praesenz abgeloest wurde.

Es ist ein Ort der Verbundenheit und ebenso ein Ort des voellig Losgeloestsein von jeglicher Vebundenheit miteinander. Irgendwie komisch, aber ich glaube notwendig, wenn man sich 9 Monate zusammen in diesen schraegen Abruenden bewegt.

Morgen frueh um 4:30h holt mich der Taxifahrer ab. Er bringt mich nach Dharamsala zum “government” Bus, welcher hoffentlich nach Patankoth faehrt. Bevor ich in den Zug nach Jodpur in Rajasthan einsteige, sollte ich mir eine Kette mit Schloss kaufen, damit ich mein Gepaeck anschliessen kann. Ich habe den einfachsten sleeper train gebucht, da alle anderen ausgebucht waren. Um 11Uhr gehts los und ich komme am naechsten Tag um 5 Uhr in der Frueh an … Fast 24 Stunden on the road.

Ich bin gespannt auf meine erste Reise in einem indischen Zug! Ole!

Beutenlay

Gestern Nachmittag war ich draußen in der Herbstsonne und legte mich für lange Zeit unter diesen Baum. Ich kenne diese Buche schon eine ganze Weile und besuche sie fast immer, wenn ich in Münsingen bin.

Ich hing meinen Gedanken nach und die drehten sich hauptsächlich um die Frage: Wo gehöre ich hin? Das Chaos in meinem Hirn, der Lärm um viel und nichts wurde immer lauter und meine Emotionen vibrierten mich. Allmählich wurde das lärmendes Hirn leiser, Stille breitete sich aus und mir wurde klar, dass ich jetzt unter dieser Buche liegend am richtigen Platz bin. Dort gehörte ich hin. Ich fühlte mich angekommen und Zuhause für diesen Moment an diesem Mittwochnachmittag.

Dann geschah etwas Außergewöhnliches. Ganz plötzlich waren Dutzende von laut kreischenden Krähen über mir. Sie flogen wie wild durch die Baumkronen, drehten über mir ihre Kreise und zickzackten auf und ab. Manche ganz nah an mir vorbei. Etliche Bucheckern landeten auf meinem Kopf. Es war aufregend, aber ich fühlte mich da im Herbstlaub liegend auch ehrlich gesagt nicht mehr so ganz wohl und stand auf. Eine Krähe ist ja auch kein Spatz! Das laute Gekreische hielt noch eine ganze Weile an, dann waren die Vögel von einem Moment auf den anderen wieder verschwunden. Nichts erinnerte mehr an sie. Es war still. Komisch.

Als ich weiter ging traf ich meinen alten Biologie Lehrer! Er konnte sich nicht mehr so recht an mich erinnern, das war schön.

Meine kleine Wanderung führte mich weiter nach oben. Es geht mir gut, wenn ich “oben” bin. Egal ob es der Gipfel eines Berges, der Turm einer alten Ruine, eine Dachterasse oder ein Festersims im 4 Stock ist. Auf einer Bank entdeckte ich ein glitzerndes Schild mit folgenden Versen:

Goethe macht glücklich

willst du immer weiter schweifen

Sieh, das Gute liegt so nah

Lerne nur das Glück ergreifen,

denn das Glück ist immer da.

Tja, wo werde ich morgen hingehören. Ich weiß es nicht. Planmäßig hebt mein Flieger um 12:05h in Stuttgart ab. Dann gehöre ich wohl 2 Tage wieder dem “Unterwegs sein” bis ich das ´Ortsschild` Dharamsala durchschreite.

Düsseldorf

Vor 2 Tagen bin ich von Magdeburg über Hildesheim, wo ich eine wunderbare Erfahrung in punkto spacy Begegnung hatte, nach Düsseldorf gefahren. Jedesmal, wenn ich das Ortsschild Düsseldorf passiere fühle ich mich ein wenig Zuhause. Dieses Gefühl wird mit der Parkplatzsuche auf der Kronprinzenstraße forciert, da ich mich so freue Nicola und auch Ihre WG zu sehen. Es ist einfach wunderschön zu wissen, dass es solch einen besonderen Platz für mich in dieser Stadt gibt. Immer noch. Ich fühle mich hier willkommen! Die Teilnahme am Leben meiner Freunde in Düsseldorf ist seit meiner Abwesenheit

natürlich nicht mehr so einfach, aber irgendwie funktioniert es doch, wenn auch in abgespeckter Form. Außerdem ist ein Aufenthalt in Düsseldorf auch immer mit vielen emotionalen Achterbahnfahrten verbunden, wenn es mal wieder heißt voneinander Abschied zu nehmen. Ja, Abschied. Ich merke ich habe so langsam aber sicher die Nase voll mich immer wieder zu verabschieden…

Der Anfang

Der erste post für meinen ersten Blog. Warum fange ich mit dem Bloggen überhaupt an?

Michael, ein Freund von mir, der seit knapp 2 Monaten in Südafrika ist hat mich dazu inspiriert. Es gefällt mir sein “neues” Leben mit Bildern untermalt mitzuverfolgen und SELBST zu entscheiden, wann ich seinen Blog aufrufe. Seit 1 1/2 Jahren bin ich nun quasi ohne festen Wohnsitz und habe auch einigen meiner Freunde zuliebe angefangen  aktiver bei Facebook Bilder zu posten. In letzter Zeit wurde mir aber klar, dass viele Menschen, die mir wichtig sind, es entweder bis zum heutigen Tage geschafft haben resistent gegenüber der Netzwerkerei zu bleiben oder auch sonst einfach sehr passiv auf diesen Plattformen sind. Mit diesem Blog möchte ich mir und anderen die Möglichkeit geben im persönlicheren Austausch zu sein, zu bleiben und auch zum Dialog anregen, der mir oft auf meiner Reise so sehr fehlt.